Nach der umstrittenen Islamisten-Demo in Hamburg steigt der politische Druck auf Innenministerin Nancy Faeser. Parteiübergreifend werden konkrete Maßnahmen gefordert. Außerdem nimmt die Debatte über einen neuen Straftatbestand an Fahrt auf.
Faeser unter Zugzwang
Im vergangenen November kam es zu Razzien gegen das IZH und mögliche Teilorganisationen. Der Verdacht damals: Das IZH richte sich „gegen die verfassungsmäßige Ordnung und gegen den Gedanken der Völkerverständigung“. Außerdem sollen IZH-Vertreter Aktivitäten der in Deutschland verbotenen libanesischen Terrororganisation Hisbollah unterstützt haben.
Faeser gerät nun unter Zugzwang. Sie selbst hatte die Demonstration in Hamburg zwar als „schwer erträglich“ bezeichnet und ein hartes Einschreiten des Staates bei Straftaten auf solchen Veranstaltungen gefordert. Konkrete Gegenmaßnahmen brachte sie bislang aber nicht ein.